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Geschichte

Als Cosimo Salis 1968 mit 23 Jahren sein 1200 Seelendorf Bonacardo an der Westküste von Sardinien in Richtung Norden verließ, wollte er eigentlich nur ein paar Monate wegbleiben und ein bisschen Geld verdienen. Gastarbeiter wurden gebraucht, in Deutschland ließ sich Geld verdienen. Aus ein paar Monaten wurden Jahrzehnte. 1978 gründete er den ersten noch aktiven ausländischen ausländischen Fußballclub in Bochum, den “ FC Italia “. Cosimo brachte ein stück „Bella Italia“ ins Ruhrgebiet. Immer noch fährt der kleine Italiener mit seinem selbst renovierten Pizzawagen über die Bochumer Bürgerfeste um Geld für seinen Verein zu sammeln. Keiner verkörpert den FC Italia so sehr wie dieser Mann aus Sardinien.

Er ist der Vorsitzende, Betreuer und Mädchen für alles. Die FC Italia Mitglieder der ersten Stunde waren Pizzabäcker, Schlosser und Mechaniker bei Opel und Krupp und brachten natürlich immer die ganze Familie zu den Fußballspielen mit. So kam es das sich im ersten Jahr über 200 sportbegeisterte Südländer stolz „FC Italia-Mitglied“ nannten. Die langen Autokorsos des Vereins zu Begegnungen waren in den 70er Jahren laut und legendär.

Der sportliche Durchbruch war Cosimo war für Cosimo dabei zweitrangig. Die Geschichte des Clubs zeigt es: Der FC Italia litt und leidet noch heute unter chronischer Erfolglosigkeit. Nur zwei mal in der Geschichte gelang dem Club der Aufstieg in die Kreisliga B. Unwichtig.

Für den 59 – Jährigen zählen andere postidealistische Werte wie „Völkerverständigung“.

„Es gab Jahre“, erzählt Cosimo, „als der Verein mit Spielern aus der ganzen Welt auflief.“ Amateurkicker aus 20 Nationen, aus Südamerika und Afrika, aus Amerika und Europa in einem einzigen Team waren der absolute Höhepunkt. Man verständigte sich mit Händen und Füßen, lachte und feierte. Das war die Fußballwelt, wie sie Cosimo sich vorstellte, wie er sie kannte und liebte. „Man braucht eben nicht viel sprechen, wenn man Menschen verstehen will. Vieles hat sich seitdem geändert, vieles ist geblieben. FC Italia nach den Spielen ab und an im Vereinsheim am Ümminger See, genießt das berühmte „Dolce Vita“ bei einem Glas Rotwein und mediterranem Buffet und erinnert sich an Ereignisse,
wie den Besuch der Italienischen Fußball-Nationalmannschaft 1988, als Nationaltrainer Enzo Bearzot mit einigen Funktionären am Ümminger See, kurz vor der Europameisterschaft, vorbeischaute und reichlich T-Shirts mit der Aufschrift „Fußball ist Liebe“ als Geschenk mitbrachte. Unvergesslich für den kleinen Club.




Momentan steht das Team aus sechs Nationen nur auf Platz fünf in der Kreisliga C2. Aufstieg ist kaum noch möglich. Doch Cosimo, der Erfinder des Trainingstores, das mit der Patentnummer G 8226423,6 beim Deutschen Patentamt registrieret ist träumt von anderen Dingen wie einer Frauenmannschaft und einer Jugendabteilung wie sie Italia bereits 1980 hatte. Mit dem Erlös des Weihnachtsbaumverkauf sollte das wieder gelingen. Die Zahl der Mitglieder ist von über 200 bereits auf 40 gesunken. Es wird Zeit etwas zu tun. Dass Cosimo dabei allem im Verein vermitteln muss, weiß er: „ Der beste Freund ist immer die Wahrheit“ , sagt Cosimo. Das galt in den 70ern und diese Erkenntnis zählt noch heute für den Italiener und seinen FC Italia.
 
1. Mannschaft des FC Italia vom Oktober 1977

(um das Bild zu vergrößern bitte auf das Bild klicken)
 
Das erste Spiel konnte FC Italia mit 5:1 gegen
DJK Weitmar II für sich entscheiden.

(um das Bild zu vergrößern bitte auf das Bild klicken)
 
Ruhrnachrichten
Donnerstag
vom 14. April 1983




























Cosimo Salis vom FC Italia erfand ein Ballspieltor mit Zielübungsvorrichtung

"Ein Königreich für einen (treffsicheren) Stürmer." Es gibt wohl keinen Trainer, dem dieser Seufzer nicht schon einmal über die Lippen gekommen wäre. Cosimo Salis der ruhige Geschäftsführer des Fußball - Kreisligisten FC Italia A.C.L.I. Bochum 77 e.V., gibt den Fußball-, Handball-, Wasser- und Hockeytrainern verbesserte Möglichkeiten an die Hand. Cosimo Salis erfand das „Ballspieltor mit Zielübungsvorrichtung“. Unter der Rollennummer G 822 64 23,6 ist die Erfindung beim Deutschen Patentamt registriert. Die Bekanntmachung erfolgte im Patentblatt vom 10. Februar 1983.

Die für Zielübungen bisher oftmals benutzte Torwand mit Löchern hat den Nachteil, dass die Übungen nicht unter wettkampfmäßigen Bedingungen stattfinden. Die vom Cosimo Salis angemeldete Erfindung des „Ballspieltor mit Zielübungsvorrichtung vermag hier Abhilfe zu schaffen. Die Vorrichtung besteht aus elastischen Seilen von unterschiedlicher Länge und einer Stärke von 8 Millimetern. Diese Seile sind mit leuchtendfarbigen Stoff überzogen und können mit mittels entsprechender Kunststoffringe an den Torpfosten und Querlatte befestigt werden.

Ein Vorteil dieser Zielübungsvorrichtung besteht darin, dass auch der Torhüter, ohne Verletzungsgefahren ausgesetzt zu sein an diesem Training teilnehmen kann. Die Zielflächen können der Erfordernissen der jeweiligen Sportart (Fußball, Handball, Wasserball und Hockey) gemäß angeordnet werden.

Cosimo Salis aus Bonarcad Italien stammend, gehört zu den Gründungsmitgliedern des FC Italia. Der heutige erste Geschäftsführer iat auch 1. Vorsitzender, Trainer der 1.Mannschaft und Torhüter in einem Mann. Als Jugendtrainer leistete er vorher beim FC Azzurri Gerthe vorbildliche Arbeit.

Cosimo Salis sucht für seine Erfindung, das „Ballspieltor mit Zielübungsvorrichtung“ noch Herstellungs- und Vertriebsfirmen. Unterstützung erhält er bereits von Peter Püschel dem Geschäftsführer des FC Azzurri Gerthe, der ihm den Schriftwechsel abnimmt.

 
FC Italia Bochum gibt Goldmedalie ab
(1983)
An einem Fussballtunier, des FC Italia Paderborn zum Gedenken an sein im Vorjahre verünglücktes Mitglied Antionio Caso veranstaltete, nahm der FC Italia Bochum teil. Mit einem 3:0 Sieg über Juventus Hagen und einem 0:0 unentschieden gegen Azzurri Paderborn erwarb sich die die Mannschaft eine überdimensionale Goldmedalie, die der FC Italia Bochum den Angehörigen des Verstorbenen überreichte.
 
Cosimo Salis kündigt Großtaten an:
"Alle kämpfen auch ohne Siegprämien"
(Ruhrnachrichten 27 Mai 1989)
Der FC Italia brennt darauf, die die Abstiegsgefahr in der Kreisliga B3 zu bannen. Cosimo Salis, Geschäftsführer und Trainer in einer Person verdeutlichte die Einsatzbereitschaft der Mannschaft. Alle lehnten eine Siegprämie ab, mit dem Versprechen trotzdem ihr bestes zu geben wie es sich für richtige Fußballer geziemt.
 
"Fußball ist nicht nur schlichtweg mein Hobby, sondern in erster Linie geht es mir darum, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten"

(Cosimo Salis 20.Sep. 1989)
Ruhrnachrichten
Cosimo Salis, der Geschäftsführer des FC Italia, darf seinen Verein als einmalig einstufen, da ihm Fußballer aus sage und schreibe 16 Nationen angehören. Jetzt adelte eine weitere Neuerwerbung die Mannschaft, als sie sich im Spietzenspiel der Kreisliga C6 mit 3:2 bei der Post Bochum III behauptete. Der Name lautet Adel Ramzi. Er stammt aus Marokko und gab den etwas humorvollen Anstoß, den Verein anders zu kennzeichnen, namlich in FC "Inter" Italia.
 
Schachtjor Donezk
zu Gast bei FC Italia
Ruhrnachrichten
13. Februar 1989
Die Gäste aus der UdSSR lernten Bochum und den VfL ehe sie gestern bei der SG Wattenscheid das erste Freundschaftspiel bereits hinreichend kennen. Bevor sie sich am Samstag einen Eindruck von dem Bochum-Cup verschafften, hatten sie ein gemeinsames Training mit dem FC Italia absolviert zu dem Geschäftsführer Cosimo Salis (wie immer ein ausgezeichtneter Gastgeber) eingeladen hatte.
 












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